Einfaches Rezept
Geschrieben von wildalligator am Januar 12 2019 20:27:42
HANDBALL-OBERLIGA
VON DETLEFF LIEDMANN

ASCHERSLEBEN/MZ - Oberligist Aschersleben trifft Sonntag auf Elbflorenz Dresden. Wie Trainer Filippov mit seinem Team dem Spitzenreiter beikommen will.
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VON DETLEFF LIEDMANN

Oberligist Aschersleben trifft Sonntag auf Elbflorenz Dresden. Wie Trainer Filippov mit seinem Team dem Spitzenreiter beikommen will.

ASCHERSLEBEN/MZ - Für den HC Aschersleben stehet am Sonntag Spiel eins des Jahres 2019 und Spiel drei der Rückrunde in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga an. Und ein Blick auf die Tabelle verrät: Die Aufgabe wird knackig. Denn mit der Zweiten des HC Elbflorenz Dresden kommt am Sonntag der Tabellenführer ins Ascherslebener Ballhaus.

Jens Schmidt (rechts) trifft mit dem HC Aschersleben am Sonntag auf Spitzenreiter Elbflorenz Dresden.
FOTO: ARCHIV,THOMAS TOBIS


Dass am Sonntag gespielt wird, hat zwei Gründe: Am Sonnabend ist das Ballhaus für die Basketballer reserviert. Und . Weil die deutsche Nationalmannschaft am Sonnabend bei der Weltmeisterschaft gegen Brasilien spielt, sind aller Parteien in den derzeit aktiven Leistungsklassen für den Sonntag angesetzt, damit den Heinteams nicht die Zuschauer wegbleiben.
Apropos Zuschauer: Zu denen wird am Sonntag auch Martin Wartmann gehören – und das wohl auch längere Zeit. Zwar ist er nach seiner blauen Karte im Heimspiel gegen Jena mit einem Spiel Sperre und damit mit einem blauen Auge davongekommen, aber sein rechtes Knie bereitet ihm Sorgen. Kurz vor Weihnachten hat sich Wartmann planmäßig am Meniskus operieren lassen, nachdem er schon eineinhald Jahre Probleme hatte. „Dabei hat sich herausgestellt, dass auch noch das Innenband einen Schaden hat. Da werde ich wohl drei Monate ausfallen“, so Wartmann. Eigentlich wollte er ja Ende Januar wieder mittrainieren.
Das alles ficht Ascherslebens Trainer Dmitry Filippov aber nicht an. „Wir werden raus gehen und auf Sieg spielen“, sagt er. Und schiebt dann noch einen Spruch nach: „Das Parkett ist gerade und der Ball ist rund.“ Klar, an Selbstvertrauen mangelt es dem zweifachen Olympiasieger nicht. Jetzt muss sich dass nur noch auf seine Mannschaft übertragen. Personell jedenfalls hat Filippov, mit Ausnahme Wartmanns, gute Karten. Das ist in dieser Saison noch nicht so oft vorgekommen. „Soweit ich weiß, sind alle gesund und es hat auch keiner Dienst“, sagt der Trainer. Beim Hinspiel in Dresden, es ging deutlich mit 19:30 verloren, hatte er noch auf vier Spieler verzichten müssen.
Doch seitdem ist viel Wasser die Elbe und Eine hinuntergeflossen. Vor allem bezüglich der mannschaftlichen Geschlossenheit sind die Ascherslebener gereift, können so an guten Tagen auch den Spitzenteams der Liga Paroli bieten. Und dazu gehören die Dresdener ohne Zweifel. „Sie stehen nicht umsonst da vorn“, sagt Filippov. Und beschreibt die Stärken der Sachsen. „Das ist eine junge Mannschaft, wo die Spieler hohes Tempo gehen. Sie kreuzen viel vor der Abwehr und kommen oft über Außen.“ Darauf müsse sich seine Mannschaft in der Defensive einstellen. Und für den eigenen Angriff hat Filippov auch schon ein Rezept. Ein einfaches.
„Wir müssen unsere Angriffe konzentriert ausspielen und erst dann werfen, wenn zu 100 Prozent die Chance auf einen Torerfolg besteht.“ Allerdings ist das einfacher gesagt als getan.. „Im Spiel beim HC Burgenland hatten wir auch viele Hundertprozentige. Allerdings haben wir auch jede Menge Chancen vergeigt. Sonst wären wir dort als Sieger von der Platte gegangen.“
Ob die Ascherslebener an diesem Sonntag als Sieger von der Platte gehen? Versuchen werden sie es in jedem Fall. Mit dem begeisterungsfähigen Publikum im Rücken sollte was drin sein. „Das macht viel aus, wenn du von den Rängen angefeuert wirst. Das trägt dich nach vorn.“
Auch zum Heimsieg?

Anwurf Sonntag 16 Uhr im Ballhaus Aschersleben