Bollwerkknacker gesucht
Geschrieben von wildalligator am September 23 2017 07:57:18
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Die Zahlen lesen sich ziemlich beeindruckend: 17, 22, 20. Gerade einmal 59 Gegentreffer hat die SG LVB Leipzig in den bisherigen drei Spielen in der Handball-Oberliga kassiert. ...
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HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

ASCHERSLEBEN/MZ - Die Zahlen lesen sich ziemlich beeindruckend: 17, 22, 20. Gerade einmal 59 Gegentreffer hat die SG LVB Leipzig in den bisherigen drei Spielen in der Handball-Oberliga kassiert. Zum Vergleich: Der HC Aschersleben hat in drei Partien 85 Tore kassiert. Dmitry Filippov, Trainer des HCA, kommentiert das Ganze gewohnt trocken: „Ja, die Abwehr ist richtig stark.“

Gefürchteter Ex-Profi
An diesem Sonntag ist der russische Doppelolympiasieger von 1992 und 2000 mit seinem Team beim Drittliga-Absteiger zu Gast. Es ist die bisher wahrscheinlich schwerste Aufgabe der noch jungen Spielzeit.

Dmitry Filippov ist Trainer beim HC Aschersleben.
Foto: Oliver Harloff


Denn Leipzig wird von vielen als Top-Favorit gesehen. Auch von Filippov: „Ich denke schon, dass sie diese Rolle zurecht innehaben.“
Es ist die gute alte Sportmetapher: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften. LVB Leipzig ist in der vergangenen Saison knapp in der Relegation abgestiegen.
Der Club hat die direkte Rückkehr in die 3. Liga zwar nirgendwo offiziell als Ziel ausgegeben, doch nach den bisherigen Leistungen wäre alles andere eine große Überraschung.

Ehemaliger Profi am Kreis
Mit Thomas Oehlrich verfügt Leipzig auch über einen ehemaligen Profi, der am Kreis und als eisenharter Abwehrrecke mit seinen 1,98 Meter und 102 Kilo gefürchtet ist. „Er hält da hinten alles dicht“, weiß Filippov, „es wird schwer, sie zu knacken.“
Beim HCA werden am Sonntag die richtigen Bollwerkknacker gesucht. Dass die Mannschaft das Handballspielen nach zwei Niederlagen zum Start nicht verlernt hat, hat sie beim überzeugenden 30:25-Heimsieg gegen den HSV Apolda in der vergangenen Woche noch mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Ohne einen Berends
Sehr zur Freude von Coach Filippov hat Ascherslebens Abwehrchef Frank Seifert jr. seine Krankheit auskuriert und wird die Reise nach Leipzig genauso mit antreten, wie Nicolas Berends, der in der Vorwoche mit angerissenem Band im Knöchel gespielt hat (Filippov: „Er hat mir signalisiert, dass alles okay ist“). Fehlen wird hingegen arbeitsbedingt Zwillingsbruder Sascha Berends.

Der HC Aschersleben gastiert am Sonntag um 15 Uhr beim SG LVB in der Sporthalle Brüderstraße. (mz)