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Dämpfer zum Abschied
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Der letzte Derbysieg des HC Aschersleben gegen Rot-Weiß Staßfurt wird Nebensache, weil ein Urgestein überraschend seine Karriere beendet.


ASCHERSLEBEN/MZ - Applaus brandete auf. Einmal. Ein zweites Mal. Beim dritten Mal aber fielen viele Hände einer kleinen Schockstarre zum Opfer. Als vor dem letzten Saisonspiel des HC Aschersleben in der Handball-Oberliga am zurückliegenden Samstagabend mit Nicolas Berends und Clemens Grafenhorst zwei wichtige Leistungsträger der vergangenen Jahre in Richtung 3. Liga und SV Anhalt Bernburg verabschiedet wurden, gab es natürlich die verdienten Ovationen. Als danach aber Vereinspräsident Frank Hampel mit Frank Seifert jr. einem dritten Spieler „Tschüss“ sagte, verstummte das Ballhaus. Die Nachricht traf
ins Mark!

Langfristige Entscheidung
Seifert jr. hat sich dazu entschieden, mit 29 Jahren die Handballschuhe an den Nagel zu hängen. Die Entscheidung kam am Samstagabend für fast alle im Ballhaus überraschend. Nur Seiferts engstes Umfeld, die Mannschaft und der Verein, Trainer Dmitry Filippov sowie Co-Trainer und Vater Frank sr. waren eingeweiht. „Ich habe vorher auch mit keinem anderem darüber gesprochen“, sagte Seifert jr. nach dem Spiel gegen den HV Rot-Weiß Staßfurt - der 35:31-Sieg im vorerst letzten Derby gegen den Absteiger geriet völlig zur Nebensache.
Seifert machte nach der Partie zwar einen aufgeräumten, aber auch nachdenklichen Eindruck. Die Entscheidung aufzuhören ist bei ihm über einen ziemlich langen Zeitraum gereift. „Mitte der Saison“, erzählte er, „kamen erste Gedanken auf.“ Sie ist ihm jedoch auch sichtbar schwergefallen.
Der Grund für Frank Seiferts Entschluss ist, dass er sich nicht mehr in der Lage sieht, den semiprofessionellen Handball mit dem dafür nötigen Pensum zu bewerkstelligen. Seifert kann meist nur ein-, höchstens zweimal wöchentlich trainieren. „Das reicht so nicht“, meinte der
Polizist und Familienvater. Deswegen zieht er einen Schlussstrich. Diese Entscheidung muss man, wenn man seine Leistungen in dieser Saison gesehen hat, nicht unbedingt gutheißen, vielleicht nicht einmal verstehen - aber respektieren.
Für den HCA ist der Verlust des unumstrittenen Abwehrchefs ein sehr herber Dämpfer zum Abschied aus der nun abgelaufenen Spielzeit, die auf Rang sechs endete. Nach Grafenhorst und Berends geht mit Frank Seifert ein weiterer Leistungsträger, und zudem eine der Identifikationsfiguren schlechthin. Neuzugänge hat Aschersleben bislang noch nicht.
„Natürlich“, gestand der 29-Jährige deswegen am zurückliegenden Samstagabend, „ich habe auch lange überlegt: Was wird mit dem Verein?“
Aschersleben steht nun ein sehr großer Umbruch bevor. Letztlich hat Seifert, der 2016 vom Landsberger HV zu seinem Heimatclub zurückgekehrt war, sich aber für sich entschieden.
„Ich glaube“, sagte er, „der Verein kommt generell nur weiter, wenn er Spieler hat, die auch regelmäßig mehrfach in der Woche trainieren können.“ Seifert kann das aufgrund der beruflichen und familiären Verpflichtungen nicht mehr gewährleisten. Und: „Der Verein sollte sich nicht an Leuten festhalten, die das Pensum nicht stemmen können.“

Abgang reißt eine Lücke
Frank Seiferts Abgang wird eine große Lücke einreißen. Er beteuerte zwar: „Es hängt ja nie nur von einem Spieler ab.“ Aber einen Mann mit seinen defensiven Qualitäten sowie seiner Ausstrahlung in der Deckung zu finden, wird mit Sicherheit nicht einfach. Seifert selbst wirkte am Samstagabend noch nicht so, als wüsste er schon ganz genau, was gerade passiert war. Nach einem richtigem Abschied vom HCA, von seinem HCA, und vom Handball hat es sich noch nicht angefühlt.
Denn: „Die Saison wäre ja eh vorbei gewesen.“ Aber irgendwann, das ist sicher, wird Frank Seifert alles noch einmal einholen: „Spätestens wenn in ein paar Monaten die Vorbereitungszeit ansteht und ich nicht dabei bin, wird die Abschiedsstimmung kommen.“
wildalligator am Juni 14 2018 09:06:04 · 0 Kommentare · 479 gelesen · Drucken
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