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Goldene Last
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Andrej Filippov hat beim HC Aschersleben seinen berühmten Vater Dmitry als Trainer. Warum das nicht so vorteilhaft ist, wie es sich anhört.

ASCHERSLEBEN/MZ - Dmitry Filippov ist ei8n bekanntes Gesicht in Handball-Mitteldeutschland. Der mittlerweile 48 Jahre alte Russe, den alle nur „Dima“ rufen, ist derzeit schon in seiner neunten Saison Trainer beim HC Aschersleben (2007 bis 2011, seit 2013). Seit dem Drittliga-Abstieg 2014 gehört er mit den Krokodilen in der vierten Liga zu den Spitzenteams. Und Filippov hat sich auch in seiner aktiven Karriere in seinem Sport verdient gemacht. In Barcelona 1992 und in Sydney 2000 wurde er Olympiasieger.
Entsprechend schwappt Filippov in den Hallen der Mitteldeutschen Oberliga eine Menge verdienter Respekt entgegen. Häufig wird er nicht nur als Trainer des HCA angekündigt, sondern es wird immer erst einmal betont, dass er Doppel-Olympiasieger ist. Das Problem: „Ich stehe dann immer auf dem Feld und denke mir: okay“, sagt Andrej Filippov.

Der große Schatten
Es ist Dienstagabend direkt nach der Trainingseinheit des HC Aschersleben in der Halle im Bestehornpark in Aschersleben, als Andrej Filippov sich bemerkenswert offen zeigt und einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt gewährt. Filippov junior, 20 Jahre, kurze schwarze Haare, seit einigen Wochen mit einem Bärtchen am Kinn und in seiner Wirkung noch ein bisschen schmächtig, ist ein technisch richtig gut ausgebildeter Handballer – vor allem aber ist er immer der Sohn von Olympiasieger Dmitry.
Andrej Filippov musste schon häufig miterleben, dass man Söhnen, die einen in ihrem Handwerk so erfolgreichen und berühmten Vater haben wie er, darauf reduziert. Es wird ihnen nicht einfach, aus dem Schatten treten zu können. Autor Klaus Mann schieb einmal illusionslos: „Man beurteilt mich als den Sohn“, der sich dieser „bittersten Problematik des eigenen Lebens“ aber souverän stellte.
Filippov junior geht es ziemlich ähnlich. „Man ist immer der Sohn von…“, erzählt er. Das war bereits vor viereinhalb Jahren so, als er im Alter von 15 hinauszog, um sich im Jugendinternat des ehemaligen Bundes- und jetzigen Zweitligisten Eintracht Hildesheim bestmöglich ausbilden zu lassen. Das war auch in seiner Zeit beim SC Magdeburg so. Und es ist ja irgendwie ein Stück weit in dieser Geschichte hier gerade nicht anders. „Nervig ist das für mich nicht“, sagt Andrej Filippov zwar, „aber man spürt den größeren Druck.“ Die beiden Goldmedaillen seines Vaters hängen auch um seinen Hals – nur sind eher eine Art Last.
Filippov junior glaubt, dass das Ganze ein Kopfding ist. „Irgendwann wächst man da raus“, meint er. Nur: So weit ist er noch nicht. „Wenn ich im Spiel bin, denke ich daran nicht.“ Vorher aber schon. Der 20-Jährige bezeichnet sich als „Kopfmensch“. Und ab und an macht er sich vielleicht noch viel zu viele Gedanken.

Vater statt Trainer
Seit mittlerweile gut einem Jahr ist Andrej Filippov erstmals auch Spieler unter seinem Vater. Das Rückraumtalent kam im Februar 2017 von der der Drittliga-Mannschaft des SC Magdeburg zurück in seine Heimat und in ein Team, dass Filippov senior trainiert wird. Nur: So vorteilhaft wie das klingt, ist es gar nicht.
„Es ist auf jeden Fall schwieriger, als ich anfangs gedacht hätte“, sagt Andrej Filippov jetzt. Das Verhältnis zwischen einem Vater und seinem Sohn ist natürlich ein anderes, als das zwischen einem Spieler und Trainer. „Das zu unterscheiden ist für mich bislang noch ein Problem“, gebt Filippov junior zu. „Es ist hier eher beim Vater geblieben.“
Andrej und Dmitry Filippov kennen sich in- und auswendig. Das kann positiv, aber auch negativ sein. Der Vater weiß ganz genau, dass in seinem Sohn viel Potenzial steckt. Und Andrej weiß, dass sein Vater viel Wert auf die Entwicklung von Talenten an der Seite von Routiniers wie Kapitän Martin Wartmann legt. Gute Voraussetzungen eigentlich.
Und doch hat es fast ein Jahr gebraucht, bis Filippov junior so richtig angekommen ist beim HC Aschersleben. Seit Jahreswechsel haben sich seine Leistungen stabilisiert. Ob es vorher die Erwartungshaltung war oder nur eine Kopfsache? Andrej Filippov sagt: „Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich an den Männer-Handball gewöhnt habe.“
Im Sommer wird in Aschersleben durch den Abgang von Nicolas Berends zum SV Anhalt Bernburg (MZ berichtete) eine große Rolle im Rückraum frei. Filippov junior erwirbt zurzeit in Magdeburg die Fachhochschulreife. Wie es dann weitergeht, weiß er noch nicht. Je nachdem, wo Beruf oder Studium ihn hinziehen, entscheidet sich die sportliche Zukunft. Der HCA, klar, „wäre durch Nicos Abgang eine große Chance“. Andrej Filippov könnte sich profilieren. Und ganz langsam die Goldmedaillen des Vaters ablegen.

Beste Team des Jahres
Mit dem NHV Concordia Delitzsch hat der HC Aschersleben am Samstagabend um 19 Uhr das bislang beste Oberliga-Team des Kalenderjahres im Ballhaus zu Gast.
Die Sachsen waren bis zum zurückliegenden Wochenende in sieben Spielen verlustpunktfrei, dann mussten sie im Derby gegen Tabellenführer und designierten Aufsteiger LVB Leipzig eine knappe Niederlage einsteckenb (23:25).
Delitzsch ist durch den guten Lauf mittlerweile auf Tabellenplatz vier angekommen.

FOTO: Andrej Filippov (l.) mit seinem Vater und Trainer Dmitry.
SVEN BRÜCKNER

wildalligator am März 31 2018 10:42:37 · 0 Kommentare · 389 gelesen · Drucken
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