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Von Schublade zu Schublade
HANDBALL-OBERLIGA
VON TOBIAS GROSSE

Frank Seifert wurde vor der Saison zum wichtigsten Spieler des HCA ernannt. Er möchte diese Bürde zwar nicht, spielt aber eine elementare Rolle.

ASCHERSLEBEN/MZ - Im Sport, insbesondere im Mannschaftssport, gehören Stereotype ja mittlerweile zum guten Ton. Sie dienen dazu, Informationen über eine Person schneller zu verarbeiten und den Aufwand für das Denken so gut es geht gering zu halten. Man nennt das auch Denken in Schubladen.
Frank Seifert jr. zum Beispiel, der kräftige Handballspieler des HC Aschersleben, steckt seit Jahren in der Schublade des Abwehrspezialisten. Wenn man über Seifert spricht, spricht man über kernige Arbeit im Innenblock und die eine oder andere Zeitstrafe.
Dass der 28 Jahre alte Rückraumspieler durchaus auch offensiv Potenzial und einen ordentlichen Wurf hat ist vergessen. Er steckt in der Schublade. Bis jetzt zumindest.

Auch durch den Abgang von Jens Schmidt (l.) ist Frank Seifert (r.) wichtiger denn je für den HCA.
FOTO: OLIVER HARLOFF


„Das ist doch Quatsch“
Denn Seifert ist auf dem Weg heraus. Er ist mittlerweile nicht nur in der Abwehr des HCA eingesetzt, sondern auch im Angriff des Mitteldeutschen Handball-Oberligisten. Die Ironie der Geschichte aber: Seifert ist Kreisläufer. Also fernab seiner eigentlichen Position. Doch beim HCA gibt es einfach niemand anderen, der solche körperlichen Voraussetzungen hat – ganz zu schweigen von richtig gelerntem Personal.
Die Hybrid-Rolle aus Aushilfs-Kreisläufer und Abwehrspezialist macht Seifert ungemein wichtig. Noch wichtiger, als er bereits war. Womit er jedoch wieder in eine Schublade rutscht. Denn: HCA-Kapitän Martin Wartmann deklarierte Seifert ganz öffentlich zum Heilsbringer des HC Aschersleben.
„Franky muss man dieses Jahr in Watte packen. Er ist der wichtigste Mann, hinten wie vorne“, sagte er in einem Gespräch vor der Spielzeit. Eine große Bürde.
Wie es sich anfühlt, „wichtigster Mann“ zu sein? „Das ist doch Quatsch“, sagt Frank Seifert. Der 28-Jährige möchte diesen Druck nicht aufgeschultert bekommen, und nennt eine Reihe von an Beispielen, warum er sich nicht in dieser Rolle sieht: Etwa könne man jeden anderen aus der Mannschaft an den Kreis stellen, keiner hätte das gelernt und alle können das genauso gut. Oder die Abwehr, die würde auch mit ihm noch nicht so sicher stehen wie in den letzten beiden Jahren. Und überhaupt: Beim bisher einzigen Saisonsieg, dem 30:25 gegen Apolda, da hat er ja krankheitsbedingt überhaupt nicht gespielt. „Es läuft also auch ohne mich.“
Und doch wird Seifert diesen Status nicht los, dass er eine elementare Rolle bei den Krokodilen hat. Klar könnte man auch jeden anderen an den Kreis stellen, wie Seifert es meint. Aber wie bereits oben erklärt: Niemand hat die nötigen körperlichen Voraussetzungen wie er. Und vielleicht würde auch keiner diese Leidenschaft für diese so ungewohnte und oft auch schmerzhafte Rolle mitbringen, wie das Ascherslebener Urgestein. „Ich finde es super, es macht mir immer Spaß wenn ich spiele, völlig egal wo.“
Kreisläufer zu sein ist kein Zuckerschlecken. Frank Seifert weiß das nur zu gut, er bearbeitet sie als Gegner stets und ständig in der Deckung selbst. Jetzt muss er auch einstecken.
„Man reibt sich dort mehr für den Erfolg der anderen auf“, sagt er. Sperren stellen, Räume schaffen. Das ist am Kreis täglich Brot. „Man ist nicht auf eigenen Erfolg aus“, so Seifert. Doch es stört Frank Seifert nicht: „Mir ist sowas von egal, wo ich stehe. Ich gehe dahin, wo ich gebraucht werde.“

„Es fehlen Automatismen“
Dass er in der Mannschaft von Trainer Dmitry Filippov nicht so helfen kann wie es die beiden Sommer-Abgänge Eric Straßburger oder Jens Schmidt konnten, weiß er und spricht das auch offen aus. „Das geht auch gar nicht, das ist ein Lernprozess. Es fehlen noch viele Automatismen.“
Doch das sich Frank Seifert trotzdem Spieltag für Spieltag an den Kreis stellt, dort eine Menge einsteckt und austeilt, und si versucht, das Problem des fehlenden Kreisläufers zu minimieren, ist eigentlich nicht nur aller Ehren Wert. Es macht ihn auch wirklich ein bisschen wichtiger, als ihm selber lieb ist.

Am Samstagabend gastiert der HCA ab 19 Uhr in Plauen-Oberlosa.
Liveticker unter: http://hvsa-handball.liga.nu


wildalligator am Oktober 21 2017 06:22:31 · 0 Kommentare · 357 gelesen · Drucken
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